Nikotin & Gewohnheiten

Warum fällt es so schwer, mit dem Rauchen aufzuhören?

Sie haben sich entschieden aufzuhören und denken trotzdem an die nächste Zigarette. Dabei können körperlicher Entzug und vertraute Situationen zusammenwirken.

Wenn dem Körper Nikotin fehlt

Nikotin kann abhängig machen. Nach dem Rauchstopp können Unruhe, Reizbarkeit, gedrückte Stimmung und starkes Rauchverlangen auftreten. Wie deutlich Sie den Entzug spüren, ist individuell. Starke oder anhaltende Beschwerden können Sie ärztlich abklären lassen.

Wenn der Kaffee ans Rauchen erinnert

Vielleicht rauchen Sie nach dem Essen, beim Warten oder immer mit denselben Menschen in der Pause. Solche Situationen können Rauchverlangen auslösen, auch wenn die körperlichen Entzugsbeschwerden schon nachlassen. Beobachten Sie vor dem Rauchstopp ein paar typische Momente und fragen Sie sich:

  • Was ist gerade passiert, bevor ich zur Zigarette gegriffen habe?
  • Was gibt mir die Zigarette in diesem Moment, etwa eine Pause oder Kontakt?
  • Wie könnte ich diesen Teil der Situation ohne Zigarette gestalten?

Welche Unterstützung infrage kommt

Beratung und verhaltenstherapeutische Unterstützung können helfen, einen Rauchstopp vorzubereiten und mit schwierigen Situationen umzugehen. Nikotinersatz kann Entzugsbeschwerden lindern und die Chance auf einen Rauchstopp erhöhen. Zu Nikotinersatz berät auch die Apotheke. Ob ein verschreibungspflichtiges Medikament für Sie infrage kommt, können Sie ärztlich klären.

Wie Hypnose einzuordnen ist

Nach einer Cochrane-Übersicht von 2019 ist die Studienlage zu Hypnose beim Rauchstopp unsicher. Aus den ausgewerteten Studien lässt sich kein verlässlicher Vorteil gegenüber anderen Unterstützungsformen ableiten. In meiner Praxis kläre ich vor einer Behandlung, ob eine Tabakabhängigkeit vorliegt und ob Hypnose im Einzelfall angezeigt ist.